Vitamin D und seine Rolle für das Immunsystem
Vitamin C und Zink gelten als das Mittel gegen Erkältungen und Grippe. Offenbar ist Vitamin D mindestens genauso wichtig - doch der Körper braucht dafür Sonne, welche uns vor allem in der Herbst- und Winterzeit fehlt!
Mithilfe der UV-B-Strahlen des Sonnenlichts produziert der Körper Vitamin D, das vor Grippe schützen kann, sagen John Cannell und seine Kollegen vom kalifornischen Atascadero State Hospital. Das Forscherteam greift damit die These des britischen Epidemologen Edgar Hope-Simpson auf, der schon 1981 vermutete, dass die Influenzaepidemien mit der Sonneneinstrahlung zu tun haben könnten. Für seine Studie fasste das Forscherteam die Ergebnisse weltweiter Forschungen zum Thema Grippe, Saisonalität und Vitamin D zusammen.
Vitamin D wird vor allem in der Haut unter UV-B-Strahlung aus Cholesterol hergestellt, daher ist es der Definition nach also kein richtiges Vitamin. Allerdings enthalten auch einige Lebensmittel Vitamin D, darunter Fischöl, Eigelb und Milchprodukte. Cannell und seine Kollegen greifen in ihrer Studie auf Untersuchungen zurück, die belegen, dass Vitamin D an der Reifung von Zellen des Immunsystems beteiligt ist.
Kritiker der Studie von Cannell und seinen Kollegen fordern weitere, eindeutige Tests, die den Zusammenhang von Vitamin D-Mangel und Grippewellen beweisen sollen.
Cannell und sein Team fordern dennoch, Vitamin D-Unterversorgung schon jetzt ernst zu nehmen. Durchschnittlich sterben jedes Jahr rund eine Million Menschen an den Folgen einer Grippeinfektion. Bei der bislang schlimmsten Pandemie im Jahr 1918 starben sogar mehrere Millionen Menschen.
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